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November 24

The Couple von Araminta Hall [Rezension/Werbung]

Genre: Psychothriller
Seitenanzahl: 406
Preis: 9,99€ [D] 10,30€ [A] (Taschenbuch)
Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 13.5.2019











Inhalt:

Ihre Liebe ist vorbei, doch ihr Spiel hat erst begonnen. Mike und Verity sind das perfekte Paar. Er würde für sie alles tun. Wegen ihr nimmt er einen gut bezahlten Job an und kauft ein teueres Haus, richtet es nach ihren Wünschen ein, egal wie viel es kosten mag. Damit sie glücklich ist, würde er alles tun, auch wenn das manchmal bedeutet, dass sie grausame Spiele spielen. Doch dann trennt Verity sich von ihm. Mike ist am Boden zerstört und versucht alles um sie zurückzugewinnen. Bis er begreift, dass ein neues Spiel begonnen hat und seine einzige Chance Verity zurückzubekommen ist, mit zu spielen und zu gewinnen. Mike muss beweisen, wie weit er wirklich für Verity gehen würde.

Meine Meinung:

Ich bin sprachlos und weiß noch gar nicht, wo ich beginnen soll. Zugegebenermaßen habe ich von diesem Buch nicht viel erwartet, aber es hat mich echt begeistert. Natürlich gab es ein paar Kleinigkeiten die mich gestört haben, aber ich habe schon lange keinen so guten (Psycho-)Thriller mehr gelesen.

Der Anfang (die ersten 20 Seiten) war etwas holprig für mich. Die Einleitung in das ganze Thema hat mich ein wenig verwirrt und ich wusste nicht so recht, was man mir damit sagen möchte. Als ich richtig in der Geschichte war, hat sich das allerdings erledigt. Das Buch wurde spannend und ich konnte es fast gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Kapitel hier sind sehr lang, es gibt glaube ich drei auf 412 Seiten, aber das hat mich gar nicht gestört, weil ich das Buch nicht weglegen konnte/wollte.

Diese toxische Beziehung mal aus der Sicht eines Mannes zu erleben war schon gut genug an sich, aber irgendwann konnte auch ich nicht mehr unterscheiden, ob Mike einfach wahnsinnig ist und jetzt total durchdreht, oder ob Verity „genial“ ist. Ich habe immer wieder versucht herauszufinden, ob Verity hier etwas beeinflusst haben könnte und wenn ja wie oder ob Mike einfach durchdreht. Dementsprechend sind auch einige Handlungen „an den Haaren herbeigezogen“, aber sie machen alle Sinn. Ich habe verstanden, warum Mike jetzt so handelt, warum er das jetzt tut, obwohl ein „normaler“ Mensch nie auf die Idee kommen würde. Ich konnte Mike und seine Handlungen verstehen, obwohl ich absolut keine Ahnung hatte, inwieweit Verity ihre Finger hier im Spiel hatte.

Das Einzige, was ich wirklich schade finde, ist, dass ich durch dieses nicht-wissen, was Realität und was Wahn ist, die Charaktere nicht wirklich einschätzen konnte. Ich konnte nicht sagen ob Verity einfach ein/e *** (Füge ein beliebiges Schimpfwort ein) wäre, oder ob Mike durchdreht und nicht mehr weiß, was er tut. Ich konnte nicht feststellen wer böse und wer gut ist. Weder bei Mike noch bei Verity hat sich eine ernsthafte Sympathie entwickelt, denn ich konnte beide nicht einschätzen. Beide habe ich immer so ein bisschen skeptisch beäugt und versucht einzuordnen.

Der Schreibstil war gewöhnungsbedürftig. Wie bereits erwähnt hatte ich mit den ersten paar Seiten wirklich „Probleme“, aber danach war alles in Ordnung und ich kam super voran. Was mich persönlich ein wenig stört, sind die extrem langen Kapitel, die Anordnung ergibt Sinn, dennoch ist es als Leser schwer, mal das Buch zur Seite zu legen. (Ich lese gerne immer bis zum Ende eines Kapitels bis ich aufhöre.) Wie oben auch schon erwähnt, störte mich das eher weniger, denn wenn ich das Buch mal unbedingt aus der Hand legen musste, habe ich das bei einem Absatz getan und ansonsten hat es mich total gefesselt und in seinen Bann gezogen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht und was Mike als Nächstes tut, um Verity zurückzubekommen. Dieses Buch hatte eine Sogwirkung.

Kurz und Knapp:

Dieser Psychothriller ist genial! Das Buch hat mich gefesselt und nicht mehr losgelassen, ich wollte immer wissen, wie es weitergeht. Mir war irgendwann nicht mehr klar, ob das alles Realität oder Wahn ist, ob Mike durchdreht oder Verity genial ist aber gerade das machte die Spannung aus, genau das fesselte mich. Alle Handlungen waren irgendwie zu verstehen und dadurch logisch, obwohl kein „normaler“ Mensch so gehandelt hätte. Ich habe mit Mike mitfühlen können und ihn verstanden, doch durch diese eigenartige „Situation“ mit dem nicht-wissen, ob das Realität oder Wahnsinn oder vielleicht sogar beides ist, wer hier eigentlich was verdreht und inwieweit Verity ihre Finger wirklich im Spiel hat, habe ich die Charaktere nicht richtig einschätzen können. (Wer ist böse? Wer ist gut? Wer hat recht? Wer hat unrecht? usw.)

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VeröffentlichtNovember 24, 2020 von Sabine in Kategorie "Rezension

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