Perfect Woman von Andrea Bartz [Rezension/Werbung (Rezensionsexemplar)]




Genre: Thriller
Seitenanzahl: 443
Preis: 10,99€ D & 11,30€ A
Erscheinungsdatum: 14.6.2021
Verlag: Heyne<
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Inhalt:

Katie Bradley braucht dringend eine neue Buchidee und so kommt sie auf The Herd, ein Co-Working-Space nur für Frauen und auf dessen Gründerin Eleanor Walsh. Die New Yorkerinnen reißen sich um die Mitgliedschaft und jeder möchte dabei sein. Katie hat das Glück, das ihre Schwester Hana zum engsten Freundeskreis von Elenor gehört. Doch eines Abends verschwindet Elenor plötzlich. Was ist passiert? Könnte ihr jemand etwas anderes angetan haben? Hana und Katie stellen bald fest, dass die Liste der Verdächtigen lange und Eleanor nicht die einzige mit einem dunklen Geheimnis ist.

Meine Meinung:

Das ist mein zweites Buch von der Autorin und „Flashback“ fand ich damals nur okay. Wäre mir früher aufgefallen, dass es dieselbe Autorin ist, hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht beim Verlag angefragt oder selbst gekauft. Ich bin allerdings froh, dass es mir nicht früher aufgefallen ist, sondern erst als ich das Buch in der Hand hatte. Denn mir wäre ein echt gutes Buch entgangen, das muss ich euch ganz ehrlich sagen. Die Autorin hat zwischen diesen beiden Büchern einen enormen Sprung für mich gemacht, alleine was die Spannung angeht.

Die ersten 100 Seiten in etwa haben sich gezogen und waren langweilig und ich hatte eher das Gefühl, ich habe einen Roman mit Spannung/ Krimielementen in der Hand. Doch sobald ich die „Einleitung“ und den Anfang hinter mich gebracht hatte, ging es mit der Spannung nur noch bergauf. Es gab für mich nicht diese Typischen Auf und Ab´s, sondern es wurde immer spannender, bis es sich total zuspitzt und dann ins Ende übergeht, wo es wieder abflacht. Für mich war das Psychologische dahinter so spannend, die Frage, wie gut ich eine Person wirklich kenne. Egal wie viel Zeit ich mit ihr verbringe, egal wie gut ich sie kenne, wie gut kenne ich sie wirklich? Wie viel kann eine Person geheim halten? Wie gut kann eine Person quasi eine andere Persönlichkeit sein, wenn sie nicht bei mir ist? Diese Fragen fand ich so gut ins Buch eingearbeitet und sie waren ganz unterschwellig da. Die kleinen Dinge, die niemand wusste oder immer nur jemand bestimmtes. Ich fand das wirklich gut gemacht, ohne das wäre das Buch wahrscheinlich langweilig geblieben.

Das, was uns die Autorin hier erzählt, hat mir diese Fragen in den Kopf gepflanzt und mich auch privat darüber nachdenken lassen. Wie gut kenne ich meine Schwester wirklich? Oder meinen Freund? Aber umso weiter ich in dem Buch kam, desto mehr wollte ich diese Fragen vermeiden, weil ich Angst bekam, etwas zu erfahren, das ich gar nicht erfahren möchte. Aber die Geschichte ist wirklich gut durchdacht und mir wäre beim Lesen kein Logikfehler oder sonst etwas aufgefallen, womit ich aber eigentlich schon ganz fest gerechnet habe. Denn die Art von Geschichte hat sehr oft irgendwo einen Fehler, denn ohne den wäre es fast unmöglich, das aufzulösen. Doch hier wäre mir kein Fehler aufgefallen und das fand ich sehr überraschend.

Es gibt hier viele Wendungen und Plottwists, mit einigen habe ich mehr gerechnet, mit anderen gar nicht. Es gibt ein paar wenige, da habe ich damit gerechnet, dass dies jetzt passiert, aber die meisten haben mich überrascht, genauso wie das Ende. Sobald ich das Buch zu Ende gelesen habe, hatte ich das Bedürfnis von vorne anzufangen, um herauszufinden, ob es Anzeichen und Hinweise für dieses Ende gibt, denn damit habe ich absolut nicht gerechnet. Ich hatte einige Möglichkeiten im Kopf, einige davon auch sehr absurd und dann eher eine „Notfalllösung“, weil zu verwirrt, um es „richtig“ lösen zu können, doch nichts davon trat ein. Das Ende war logisch erklärbar und absolut überraschend für mich.

Die Charaktere waren alle nichts „besonderes“, nicht besonders ausgearbeitet oder sonst irgendwas, aber ich habe sie ins Herz geschlossen oder besser gesagt, ich habe diese Geschichte gerne mit ihnen erlebt. Ich war gerne Teil davon und habe sie in diesem Rahmen lieben gelernt und habe sie gerne begleitet. Obwohl ich im Nachhinein sagen würde, dass viele Figuren bis auf 3 sehr blass und oberflächlich waren, hat mich das beim Lesen nicht gestört. Es gehörte zur Geschichte und war in Ordnung so. Ich glaube, es ist mir nicht mal aufgefallen, beim Lesen selbst.

Kurz und Knapp:

Die ersten 100 Seiten waren sehr langatmig und haben sich gezogen, es war eher ein Roman mit Spannungselementen. Doch danach ging es mit der Spannung bergauf. Gerade das Psychologische hinter dem Buch fand ich sehr interessant und ich habe mir selbst immer wieder die Frage gestellt, wie gut ich die Menschen in meinem Umfeld eigentlich kenne. Das Buch hat einige Wendungen und Plottwists, mit einigen habe ich mehr gerechnet mit anderen eher weniger. Die Charaktere waren alle nicht besonders, aber ich habe diese Geschichte gerne mit ihnen erlebt.

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