Nur ein Schritt von Samantha M. Bailey [Rezension/Werbung(Rezensionsexemplar)]



Genre: Thriller
Seitenanzahl: 328
Preis: 9,00€ (D) & 10,30€ (A)
Erscheinungsdatum: 09.August.2021
Verlag: Diana

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Inhalt:

Ein Tag wie jeder andere für Morgan. Sie steht abends zur Pendlerzeit am Bahnsteig und wartet auf ihren Zug, der sie nach Hause bringen soll. Plötzlich spricht sie eine Unbekannte mit den Worten „Nimm mein Baby!“ an. Noch bevor Morgan realisieren kann was da gerade geschieht hat sie ein Baby auf dem Arm und die Frau stürzt sich vor den einfahrenden Zug. Völlig unter Schock wird Morgan von der Polizei vernommen, die sie ganz schnell als Verdächtige abstempeln. Denn sie wünscht sich schon lange ein Kind, doch wie konnte die Unbekannte das wissen? Und das Ganze wird immer seltsamer als Morgan erfährt das sie im Testament berücksichtigt wurde. Weil die Polizei ihr keinen Glauben schenken mag muss sie auf eigene Faust herausfinden wer diese Frau ist und warum sie einer Fremden ihr Baby gegeben hat.

Meine Meinung:

Der Leser ist direkt im Geschehen, das Buch beginnt direkt mit der Szene am Bahnsteig. Damit hatte mich die Autorin. Es geht sofort spannend los und ich war direkt in der Geschichte. Doch nach dem ersten Kapitel war ich dann ein wenig verwirrt. Denn das Buch wird aus zwei Sichten erzählt, ich werde hier nicht verraten, wer die zweite Sicht ist (denn ich fand diese „Überraschung“ echt gut) und die zweite Sicht hat mich die ersten 30 Seiten eher verwirrt. Für mich war nicht von Anfang an klar, wer hier die zweite Sicht ist und was ich da eigentlich erfahre beziehungsweise was ich mit diesen Infos anfangen soll. Doch irgendwann hat es Klick gemacht und ab da war ich in der Geschichte.

Die Autorin lässt dem Leser wenig Zeit zum Durchatmen, immer passiert etwas, immer wird irgendwie Spannung aufgebaut. Das ganze Buch durch besteht eine gewisse Grundspannung, was dann durch einzelne Elemente und Szenen immer mal wieder seinen Höhepunkt erreicht. Es wird also zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Da ich nicht zu viel über die zweite Sicht verraten möchte, kann ich hier auch nicht wirklich darauf eingehen, denn ich möchte euch diese Überraschung nicht nehmen, aber ich kann sagen, das ich diese Perspektive fast spannender fand als die von Morgan. Gerade da wollte ich immer wissen, wie es denn weiter geht, was als Nächstes passiert. Natürlich war auf Morgan interessant und ich habe gerne gelesen, was sie in Erfahrung bringt, dennoch hab ich es nicht ganz so gern gelesen wie die andere Sicht.

Morgan war eine sehr sympathische Protagonistin, mit der ich sofort Mitleid hatte. Ich habe sie von der ersten Sekunde an verstanden und konnte mit ihr mitfühlen. Das wird bei der zweiten Hauptfigur schon etwas „schwerer“, aber es war nicht unmöglich. Auch mit dieser Figur habe ich mitfühlen können, habe sie verstanden. Dennoch war es eine andere Art als bei Morgan. Auch alle anderen Charaktere waren sehr gut dargestellt. Sie alle waren auf eine gewisse Weise einzigartig und hatten alle Dinge, die sie nicht so einfach austauschbar machen. Es gab hier also keinen grauen Brei an Figuren, die man beliebig hätte austauschen können.

Die Autorin greift hier im Laufe des Buches einige sehr schwierige Themen auf, die wahrscheinlich nicht einfach sind in einem Buch so zu schreiben, das der Leser das verstehen und nachvollziehen kann. Doch die Autorin hat es geschafft, dass ich keinerlei Zweifel an dieser Geschichte hatte. Ich habe mich da mehr oder minder rein versetzen können und habe da bis zu einem gewissen Grad mitfühlen können.

Die Kapitel haben eine angenehme Länge und auch der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, was mich nur so durch die Seiten fliegen lies. Ich glaube, ich habe das Buch in zwei Tagen beendet.

Ich selbst bin nicht auf das Ende gekommen, ich hätte dieses Ende so wahrscheinlich niemals erraten. Aber es ist alles logisch. Es bleiben keine Fragen offen und im Großen und Ganzen ergibt es am Ende alles einen Sinn. Für das Debüt der Autorin hat sie hier einen wirklichen guten Thriller geschrieben und nach diesem Buch werde ich Ausschau nach anderen Büchern von ihr halten.

Kurz und Knapp:

Für ein Debüt hat die Autorin hier einen wirklich guten Thriller geschrieben. Auch wenn die ersten 30 Seiten bei mir doch etwas für Verwirrung gesorgt haben, da ich nicht direkt verstanden habe, wer die Person aus der zweiten Erzählperspektive eigentlich ist. Das Buch ist spannend und es kommt keine Langweile auf. Morgen ist eine sehr sympathische Protagonistin, die ich gerne begleitet habe. Ich konnte gut mit ihr mitfühlen und mich in sie hineinversetzen. Aber ich habe die zweite Perspektive ein wenig lieber gelesen und ein bisschen spannender gefunden als die Geschichte rund um Morgan.

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