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Juni 28

Maddie der Wiederstand geht weiter von Katie Kacvinsky [Rezension/Werbung]

Bastei Lübbe

Genre: Jugendbuch, Dystopie
Seitenanzahl: 384
Reihe: Band 2 von 3
Preis: 7,99€ [D & A] (eBook)
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum: 15.02.2013

ACHTUNG! Dies ist der zweite Band, die Rezension könnte Spoiler enthalten!










Inhalt:

Auch nachdem Maddie bei ihrem Bruder in L.A. eingezogen ist, setzt sie ihren Kampf fort. Gemeinsam mit Justin hilft sie Jugendlichen, die der Digital School den Rücken kehren wollen. Doch dann wird Maddie geschnappt und von der Polizei in eine Jugendstrafanstalt gesteckt. Hier werden alle inhaftiert, die sich gegen das System stellen. Isolationshaft und Gehirnwäsche sind im Gefängnis an der Tagesordnung und der Wille der meisten Insassen wird innerhalb kürzester Zeit gebrochen. Maddie ist lange standhaft! Doch die Haftbedingungen zermürben auch sie und schließlich ist sie kurz davor, aufzugeben. Wie soll sie alleine im Gefängnis gegen die übermächtig erscheinenden Gegner bestehen? Erst als der junge Aufseher Gabe ihr zu verstehen gibt, dass er auf ihrer Seite steht, schöpft Maddie neue Hoffnung. Aber um das System zu besiegen, muss sie sehr weit gehen … ©Bastei Lübbe

Meine Meinung:

Ich gebe offen und ehrlich zu, ich weiß nicht so recht wie ich meine Meinung in Worte fassen soll, ohne zu spoilern. Gewisse Stellen haben mir wirklich sauer aufgestoßen und waren absolut unlogisch. Ein Beispiel kann ich euch leider nicht nennen, da ich euch ansonsten spoilern müsste. Ich versuche, trotzdem so gut es geht, eine halbwegs sinnvolle Meinung abzugeben.

Das Erste, was mich gestört hat, war dieses „Anschmachten“. Die Autorin beschreibt Gefühle/Emotionen zeitweise so „übertrieben“ das es mich mit den Augen rollen lies. Oft habe ich mich gefragt, ob es denn an mir liegt, weil ich das Gefühl nicht kenne in Flammen aufzugehen, wenn mein Freund mich berührt. Für mir war das einfach störend und hat das ganze unglaubwürdig gemacht, denn klar man hat mal Schmetterlinge im Bauch oder vermisst den anderen so sehr, das es wehtut, aber die beschriebenen Gefühle und Emotionen bzw. die Darstellung konnte ich einfach nicht nachvollziehen.

Maddie macht in meinen Augen keine Entwicklung durch, sie benimmt sich weiterhin wie ein kleines Kind. Reflektiert sich und ihre Handlungen/Gedanken kein Stück. Versinkt in Selbstmitleid und vertraut darauf das andere ihr schon aus der Scheiße helfen. Außerdem hat Maddie für mich keinen klaren Platz in dieser Rebbelion, denn gefühlt tut sie nichts dafür. Sie selbst dürfte das aber nicht immer so sehen, zumindest wenn man sich ihre Gedankengänge ansieht. Sie ging mir stellenweise einfach nur noch auf die Nerven. Am liebsten hätte ich sie geschüttelt und gefragt, ob sie eigentlich weiß, was sie da gerade tut. Maddie hat dieses Kindliche Verhalten und vertraut dadurch auch direkt jedem, egal wer es ist, er wird es schon gut mit ihr meinen. „Fallen“ die jeder andere schon lange erkannt hätte, erkennt sie erst, wenn die Konsequenz eintritt. Oft begreift sie selbst nicht so wirklich, was sie gerade tut, ob das gut oder schlecht ist und was sie damit anrichtet/anrichten kann. Es war wirklich mühsam.

Das Buch war stellenweise unlogisch. Aus dem Klappentext geht hervor, dass die Jugendlichen einer Gehirnwäsche unterzogen werden, das lasse ich mal so stehen. Aber nach so einer „Gehirnwäsche“ ist man im Normalfall etwas durcheinander. Isolationshaft ist auch nicht so ganz ohne, also wir können uns alle denken in was für einer Verfassung Maddie ist. Und dann haben wir einige Stellen in diesem Buch die Vollgendermaßen aussehen: Maddie ist total fertig, müde, kann keinen klaren Gedanken fassen, usw. Im nächsten Moment, ohne das wirklich etwas passiert wäre, das dies fördert, ist sie voll bei Bewusstsein, hat total klare und komplexe Gedankengänge, nur um einen Augenblick später wieder bei fertig und müde zu landen. Ich kann mir das einfach nicht erklären und das ergibt für mich keinen Sinn. Das Mädchen hat ja kein Alzheimer, wo es solche kurzen klaren Momente durchaus gibt. Dieses Verhalten ist für mich völlig unlogisch.

Ihr merkt, ich habe viel zu meckern und jammern an diesem Buch. Ich habe es dennoch gelesen, weil ich es hier hatte und auch den dritten Band schon hatte. Der Schreibstil war wie im vorherigen Buch gut zu lesen und sehr locker. Wenn wir nur nach dem gehen würden, wäre ich durch die Seiten geflogen. Dadurch das mich die Geschichte oft mit den Augen rollen hat lassen, habe ich das Buch zwischendurch weglegen müssen, um es nicht gegen die Wand zu pfeffern. (Ich würde so was natürlich nie mit einem Buch tun.) Das Buch hatte ein paar gute Szenen. Maddie hatte ein paar echt gute Gedankengänge, die eventuell auch zum Nachdenken anregen, aber das ganze drum herum war einfach nicht gut.

Kurz und Knapp:

Das Buch lohnt sich meiner Meinung nach nicht. Das „Angeschmachte“ ist extrem und auch sehr seltsam formuliert. Maddie ist nur kindisch, reflektiert sich und ihr Verhalten einfach gar nicht. Hofft auf die Hilfe der anderen, die werden es schon richten und denkt einfach nicht darüber nach wer Feind und Freund ist, was sie tut und was sie damit anrichten könnte. Stellenweise ist das Buch einfach unlogisch und ergibt für mich wenig Sinn. Für mich leider ein Flop.

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VeröffentlichtJuni 28, 2020 von Sabine in Kategorie "Dystopie", "Jugendbuch", "Rezension

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