Lesemonat Mai 2021 [Werbung]

Hallo ihr BuchverrĂŒckten 🙂 Heute schauen wir uns wieder gemeinsam an, was ich letzten Monat gelesen habe. Ich sage gleich, es war nicht viel und wahrscheinlich der schlechteste Monat dieses Jahr. Ich habe ganze drei BĂŒcher beendet. Irgendwie hat mir die Lust, die Motivation und die Zeit gefehlt, um wirklich mehr zu lesen. Aber es ist vollkommen okay, dass ich nur drei BĂŒcher gelesen habe, ich mach mir keinen Stress und lesen ist zum GlĂŒck kein Wettbewerb.

Statistik:

BĂŒcher: 3
Seiten: 1280
Ø Am Tag: 41

Eine bittere Wahrheit von Nicci French




Tabitha Hardy sitzt wegen Mord in der Untersuchungshaft. Sie soll ihren Nachbarn ermordet haben und ihn in ihrem Schuppen versteckt haben. Alle Indizien sprechen gegen sie. Tabitha ist er vor Kurzem wieder in das Dorf ihrer Kindheit gezogen. Sie hat keine Freunde, keine FĂŒrsprecher, sie ist auf sich alleine gestellt. ZusĂ€tzlich fehlen ihr auch noch alle Erinnerungen an den 21. Dezember. Doch eines weiß Tabitha, sie ist unschuldig und sie muss das beweisen!









Das war das erste beendete Buch im Mai. Die ganze Rezension

Das Buch konnte mit seiner Spannung und dem Plot ĂŒberzeugen. Tabitha fand ich etwas seltsam und war schwer einzuordnen. Sie war eine starke Protagonistin. Am Anfang auch sehr sympathisch, doch im Laufe des Buches wollte ich sie immer öfter SchĂŒtteln und ihr sagen, sie soll sich zusammen reißen. Dennoch fand ich sie als Protagonistin sympathisch und gut gewĂ€hlt fĂŒr dieses Buch. Die AtmosphĂ€re war sehr dicht und ich habe mich eingeengt gefĂŒhlt. Ich hatte das GefĂŒhl, ich wĂŒrde selbst in diesem GefĂ€ngnis sitzen. Die Kapitel sind sehr kurz, der Schreibstil sehr flĂŒssig und einfach, was mich nur so durch die Seiten fliegen lies.

Ich will dir nah sein von Sarah Nisi




Lester Sharp arbeitet in einem FundbĂŒro in London. Wo er all die verlorenen und vergessenen Dinge ins System eingibt, doch am liebsten sind ihm medizinische GerĂ€te und Kleidung. Auch privat ist er ein Sammler und Sonderling, denn er kann so gar nicht mit Frauen. Er weiß einfach nicht, wie er auf eine Frau zugehen soll. Dann zieht Erin, eine junge BalletttĂ€nzerin, in eine freie Wohnung. Lester möchte ihr nah sein, doch weiß nicht wie. Schon bald hat er eine Lösung, um ihr nah zu sein. NĂ€her als es Erin lieb ist.







Das Buch habe ich im Mai am besten bewertet. Ich fand die Grundgeschichte schon sehr toll und interessant. Ich liebe Stalker bzw. Geschichten, die das Thema behandeln. Es hat mich gefangen genommen. Die ganze Rezension

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn mich der Anfang eher weniger ĂŒberzeugen konnte. Doch sobald man Lester etwas mehr kennenlernt und in seinen Kopf schauen kann, machte mich dieses Buch paranoid, ich hatte GĂ€nsehaut und wollte Erin beschĂŒtzen. Die Psyche von Lester ist quasi perfekt ausgearbeitet. Es wird nicht zu viel erzĂ€hlt, aber auch nicht zu wenig, um ihn zu verstehen. Um zu sehen, wie krank er ist. Erin fand ich auch eher sympathisch, obwohl sie Dinge tat, die ich nicht vertreten kann. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzĂ€hlt, was die Spannung sehr anhebt, genauso wie die kurzen Kapitel und die Angst um Erin. Das Buch ist wirklich gut fĂŒr mich, aber leider kein Highlight, dafĂŒr fehlte mir etwas.

Die Frauen von Kopenhagen von Gertrude Tinning


Kopenhagen 1885: Nelly und ihre SchwĂ€gerin Marie arbeiten zusammen in einer Weberei. Es kommt zu einem Unfall, bei dem Marie schwer verletzt wird und innerhalb der nĂ€chsten Tage im Krankenhaus ihren Verletzungen erliegt. Nelly wendet sich an Firmenleitung, doch die möchten nichts davon hören. Völlig unerwartet trifft Nelly auf ihren Nachbarn Johannes, einen Bauern aus dem JĂŒtland, und verliebt sich in ihn.
Gleichzeitg in JĂŒtland: Anna, Johannes jĂŒngere Schwester, soll einen reichen Bauern heraiten und damit den untergang der Familie verhindern. Doch Anna hat andere PlĂ€ne. Über Umwege erfĂ€hrt sie das ihr Bruder in Koppenhagen in großen Schwierigkeiten steckt und nutzt diese Chance. Sie eilt ihrem Bruder zu hilfe und muss dabei die schlimmen ZustĂ€nde in Kopenhagen miterleben. Furchtlos nimmt sie den Kampf fĂŒr die Frauen auf.




Mir hat das Buch ganz gut gefallen, auch wenn ich etwas anderes erwartet hĂ€tte. Der richtige „Aufstand“ kommt in meinen Augen etwas zu kurz. DafĂŒr erlebte ich die ZustĂ€nde im damaligen Kopenhagen, lerne ein paar sehr sympathische Charaktere kennen und habe das Buch genossen. Die ganze Rezension.

Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen. Ich habe gerne mehr ĂŒber die Arbeitsbedingungen und das Leben als Frau in dieser Zeit erfahren. Das hat die Autorin sehr gut erzĂ€hlt und wirklich bildlich dargestellt, wie schrecklich es damals zuging. Die Charaktere waren fĂŒr mich alle sehr sympathisch. Johannes kam mir nur leider zu kurz. Anna mochte ich besonders gern, weil sie eine KĂ€mpferin war, sie hat nicht aufgegeben, sie hat immer weiter gekĂ€mpft. Leider war der Anfang fĂŒr mich etwas kompliziert. Weil es mich schon sehr genervt hat, dass wir nur ungefĂ€hr 100 Seiten direkt mit Nelly und Marie zu tun haben und dann ganz zu Anna ĂŒbergehen. Außerdem hatte ich ein wenig mehr Frauenbewegung erwartet und weniger „drum herum“, aber es war am Ende gut so wie es war.

Und das war es auch schon wieder. Was habt ihr gelesen? Wie haben euch die BĂŒcher gefallen? Kennt ihr eines meiner gelesenen BĂŒcher? Schreibt mir das doch gerne in die Kommentare! Ich hoffe, euch hat mein kurzer Lesemonat gefallen und wir sehen uns beim nĂ€chsten Mal wieder. 🙂

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