Forbidden von Tabitha Suzuma [Rezension/Werbung]




Genre: Jugendbuch
Seitenanzahl: 445
Preis: Buch ist nur noch gebraucht erhältlich
Erscheinungsdatum: 01.08.2014
Verlag: oetinger

Inhalt:

„Eine Liebe über alle Grenzen und dennoch ohne Zukunft. Eine Liebe, so intensiv, so leidenschaftlich und so absolut, dass es kein Zurück gibt.“ ©oetinger

Maya und Lochan verlieben sich unsterblich ineinander. Doch ihre Liebe darf nicht sein, denn die beiden sind Geschwister. Gemeinsam versuchen sie die Familie zusammenzuhalten. Ihre Mutter wendet sich lieber dem Alkohol und ihrem neuen Freund zu und so sind die beiden alleine und müssen sich um ihre drei jüngeren Geschwister kümmern. Dabei kommen sie sich immer nähe. Aber kann diese Liebe eine Zukunft haben?

Meine Meinung

Dieses Buch hat etwas ganz Eigenartiges an sich. Ich habe die beiden so ins Herz geschlossen und wollte eigentlich nur, das sie sich lieben dürfen, ohne an den Pranger gestellt zu werden. Ich wünschte ihnen alles Glück dieser Welt und hoffte, das sie einen Weg finden, um zusammen sein zu können. Gleichzeitig kämpfte ich aber mit mir selbst und dem Wissen, das diese Liebe nicht in Ordnung ist. In meinem Kopf liefen Filme von all den Dokumentationen, Bildern und so weiter ab, was passieren kann, wenn Geschwister Kinder bekommen. Doch als ich die beiden immer mehr ins Herz schloss und ich merkte, das sie sich wirklich lieben, habe ich den beiden nichts mehr gewünscht, als das ihre Liebe akzeptiert wird.

Ich habe Lochan sehr gut verstanden, gerade was seine „Sozialphobie“ angeht, wie er sich fühlt, was und warum er jetzt so denkt oder reagiert. Mit ihm konnte ich mich sehr gut identifizieren und ich habe mitgefühlt mit ihm. In gewissen Situationen wurde mir das Herz schwer und flau im Magen, mir hat es quasi die Luft abgeschnürt, weil ich ihn so gut verstanden habe und mit ihm durch die Situation ging. Leider war das bei Maya genau das Gegenteil. Sie war mir nicht richtig sympathisch, ich wurde nicht warm mit ihr. Sie hat eine gewisse Art an sich und hat ein paar Dinge gesagt in dem Buch, wo es mir eher sauer aufgestoßen ist.

Dieses Buch hat ernsthafte Emotionen wie Hass hervorgerufen. Es kommt sehr selten vor, dass ich auf eine Figur einen wirklichen Hass empfinde, doch das hatte ich hier mit der Mutter der beiden. Am liebsten hätte ich diese Figur aus dem ganzen Buch gestrichen. Ich weiß das so sein muss, sonst würde das ganze Buch keinen Sinn ergeben. Die Autorin hat hiermit also eine wirklich tolle Arbeit geleistet.

Das Erste näher kommen zwischen den beiden, fand ich auf einer Seite gut, auf der anderen eher schlecht. Deswegen gut, weil ein Kuss nicht fast im Bett endet, wie es bei vielen Büchern ist. Jedoch fand ich die Reaktion der beiden nicht gelungen. Auch wenn beide es wollen, es ist doch verboten, da würde man im Normalfall, glaube ich, anders reagieren. Leider kam von beiden nicht wirklich eine Reaktion, die für mich realistisch gewesen wäre.

Das Ende hat mein Herz in 1000 kleine Teile zerrissen, ohne es wieder zusammen zu setzen. Mein Herz liegt immer noch blutend am Boden.

Kurz und Knapp:

Das Buch ist besonders, man wünscht Maya und Lochan alles Glück dieser Welt und hofft so sehr, das sie sich Lieben dürfen, das sie einen Weg finden, um glücklich zu sein, doch gleichzeitig habe ich mit mir selbst gekämpft. Ich wusste, dass es eigentlich verboten ist, ich wusste, was passieren könnte, wenn Maya unabsichtlich schwanger werden würde. Aber umso mehr ich die beiden ins Herz schloss, umso mehr wünschte ich ihnen ihre Liebe und ihr Glück. Mit Lochan konnte ich sehr gut mitfühlen, ich bin mit ihm wirklich durch Situationen gegangen und bekam schwitzige Hände und mir blieb die Luft weg. Mit Maja wurde ich leider nicht so richtig warm.

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