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Dezember 31

Die Sekte – Dein Alptraum nimmt kein Ende von Mariette Lindstein [Rezension/Werbung]




Genre: Thriller
Seitenanzahl: 585
Reihe: Band 3 von ? (Band 4 erscheint im Sommer 2021)
Preis: 10,00€ [D] 10,30€ [A] (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 13.7.2020
Verlag: blanvalet

Inhalt:

Fünfzehn Jahre ist es nun her, seit Sofia Bauman ViaTerra den Rücken gekehrt hat. Gemeinsam mit Benjam und ihrer Tochter Julia hat sie sich ein Leben aufgebaut. Doch dann wird alles, was sie hat, durch einen Sturm zerstört. Franz Oswald, der kranke Sektenführer, bittet er finanzielle Unterstützung an, im Gegenzug soll sie ihm verraten, wer der leibliche Vater von Julia ist. Als Sofie schweigt, nimmt Oswald die Sache selbst in die Hand und nimmt heimlich Kontakt mit Julia auf. Und diese ist genauso fasziniert von Oswald wie einst ihre Mutter.

Meine Meinung:

Nach Band zwei wusste ich wirklich nicht, was die Autorin jetzt noch schreiben möchte. Ich habe es mir aber trotzdem gekauft, weil ich die Thematik der Sekte so spannend finde und die Charaktere so gerne hab, dass ich gerne zu ihnen zurückkehre. Zum Glück habe ich nicht den ganzen Klappentext gelesen, denn ich finde, dieser verrät einfach zu viel. Einige der Dinge, die am Klappentext drauf stehen, passieren wirklich erst am Ende, was ich sehr schade finde.

Ich habe das Gefühl, hier hat die Autorin sehr lange „aufgebaut“. Mir hätten wahrscheinlich auch 100 Seiten über den Sturm, die Auswirkungen und wie Franz wieder in ihr Leben tritt, gereicht. Dann hätte ich gern den Teil mit Julia gelesen, da wäre so viel gewesen. Leider kam mir das alles ein wenig zu kurz. Letztenendes war es gut umgesetzt, nur mir leider ein wenig zu wenig.

Die Geschichte an sich ist wirklich spannend und wie auch schon in den vorherigen Bänden konnte ich mich sehr gut in die Charaktere, vor allem in Sofie hineinversetzen. Ich hatte mit ihr Angst, ich habe mit ihr gelitten. Die Charaktere, besonders Sofie, sind alle sehr gut dargestellt, ich habe jeden Einzelnen lieb gewonnen, ja sogar Franz, aber denn auf eine andere Art und weiße. Ich lese immer wieder gerne von den Charakteren und was sie gerade so erleben. Auch wenn es sich für mich anhand der Figuren nicht so anfühlte, als wären 15 Jahre vergangen. Sie sind noch alle gleich und in 15 Jahren endet man sich zumindest in gewissen Punkten doch ein wenig. Damit meine ich zum Beispiel, wie naiv mir Sofie teilweise vor kam.

Bei diesem Buch hatte ich schon eine gewisse Ahnung, wie was zusammenspielt und konnte das Puzzle quasi lösen. Aber Mariette Lindstein hat so eine dichte Atmosphäre geschaffen und mich so in die Geschichte gezogen, dass mir das total egal war. Ich habe das Buch trotzdem nur so weg gelesen, obwohl ich mir vorstellen konnte, wie das Puzzle sich am Ende zusammensetzt. Trotzdem war es spannend, denn ich wollte wissen, wie es dazu kam, wer wofür verantwortlich ist und so weiter.

Am spannendsten war für mich der zweite Erzählstrang, denn hier hatte ich absolut keine Ahnung, was als Nächstes passieren könnte, wie es zu dem Ereignis aus dem Prolog kam. Manchmal hätte ich am liebsten Sofies Kapitel überblättert, um zu wissen, wie es bei Thor weitergeht. (Habe ich natürlich nicht gemacht!)

Kurz und Knapp:

Ich fand den Anfang etwas lang gezogen und das eigentliche Thema zu wenig beleuchtet und etwas zu kurz. Die Geschichte ist aber wie die Vorgänger sehr spannend. Außerdem habe ich die Charaktere lieb gewonnen und kann mitfiebern und mitfühlen. Ich kehre immer wieder gerne auf die Insel zu Sofia zurück. Die 15 Jahre, die vergangen sind, merkt man den Charakteren leider nicht wirklich an. Außerdem konnte ich mir hier schon denken, wie alles endet und zusammenspielt, aber Mariette Lindstein mit ihren Charakteren und dem Schreibstil haben mich dazu bewegt, trotzdem mitzufiebern. Am spannendsten fand ich tatsächlich den zweiten Erzählstrang.

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VeröffentlichtDezember 31, 2020 von Sabine in Kategorie "Rezension", "Thriller

1 COMMENTS :

  1. Pingback: Lesemonat Dezember 2020 - Sabines Buecherzimmer

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