Die Rebellion der Maddie Freeman von Katie Kacvinsky [Rezension/Werbung]




Genre: Jugendbuch, Dystopie
Seitenanzahl: 380
Reihe: Band 1 von 3
Preis: 7,99€ [D&A] (eBook)
Verlag: Baumhaus
Erscheinungsdatum: 22.7.2001

Inhalt:

2060, USA: Die junge 17-jährige Maddie Freeman lebt wie alle anderen auch ein digitales Leben. Alles findet online statt. Es gibt für die Menschen keinen Grund mehr, um auf die Straße zu gehen. Doch Maddie lernt Justin kennen und verliebt sich in ihn. Für Justin zählt aber nur das Leben, das offline stattfindet. Er kämpft gemeinsam mit seinen Freunden gegen das virtuelle Leben, in dem alles künstlich ist. Dieser Kampf betrifft aber auch Maddie und ihren Vater, denn dieser hat die Digital School (Kurz: DS) gesetzlich verankern lassen. Maddie wird in der Bewegung zu einer wichtigen Schlüsselfigur. Und muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie stehen will.

Meine Meinung:

Vorweg ich habe dieses Buch jetzt zum dritten Mal gelesen, weil ich die Reihe endlich beenden wollte, aber natürlich nicht mehr wusste was in diesem Buch passiert. Das Erste was mir aufgefallen ist das mir zwar gerade am Anfang noch viel „bekannt“ vorkam, aber umso weiter ich im Buch gelesen habe, desto fremder wurde es. Ich habe anscheinend fast das komplette Buch vergessen.

Die Geschichte hätte so viel Potenzial gehabt, die Idee ist gut. Wir sind in der Zukunft und alles wird online gemacht, man trifft sich online mit Freunden, geht online shoppen und so weiter. Aber das potenzial wurde hier nicht genutzt. Mir wurde zu wenig auf die Welt eingegangen und warum das DS-System schuld daran sein soll, das ALLES online gemacht wird. Denn es ist für mich ein Unterschied, ob ich die Schule online besuche oder ob ich wirklich alles online mache. Es wurde auch nie wirklich erklärt, wie der Unterricht aussieht oder z.B. das Dating. Diese Gegebenheiten waren einfach da und wurden nicht erklärt oder näher ausgeführt.

Der Schreibstil von Katie Kacvinsky ist sehr Jugendbuchhaft. Leicht zu lesen, man fliegt nur so durch die Seiten. Die Beschreibungen von Orten/Umgebungen/Situationen waren in Ordnung, ich konnte mir alles halbwegs vorstellen und hatte zumindest ein grobes Bild im Kopf.

Maddie als Charakter ging mir einfach nur auf die Nerven. Sie ist 17 und benimmt sich in 97% der Fälle als wäre sie 12/13 Jahre alt. Sie hat nie zwei Sekunden daran gedacht, dass Handlungen auch Konsequenzen haben. Maddie als Charakter ging mir einfach nur auf die Nerven. Für mich war Maddie einfach nur kindisch. Ja sie war eventuell klug und kannte sich mit bestimmten Dingen sehr gut aus, aber sie hat keine Sekunde daran gedacht das, dass was sie tut, auch schlecht enden könnte. Oder das sie nicht jedem blind vertrauen sollte. Sie bessert sich in diesem Buch auch nicht. Außerdem hat sie ihre Gefühle anscheinend nicht unter Kontrolle. Es ist alles gut, sie ist glücklich und dann tut/sagt jemand etwas, was ihr nicht passt und sie ist eingeschnappt. Maddie wird trotzig und bockig wie ein dreijähriges Kind. Nur damit zwei Seiten später wieder alles okay ist. Justin wiederum war sehr netter Charakter, ich habe die meisten seiner Handlungen nachvollziehen können und verstand oft, warum er jetzt so handelt oder gewisse Dinge tut die andere nicht getan hätten.

Was mich sehr genervt hat, waren die Beschreibungen der Szenen mit Maddie und Justin. Sie schmachtet ihn an und er ist ja so toll und im nächsten Moment zweifelt sie an allem. Sobald er sie berührt „zerfließt“ sie und ihre Haut fühlt sich an, als würde sie brennen. Sorry aber nein. Klar ist es schön, wenn der andere einen berührt und küsst und man sich nahe ist, aber diese Beschreibungen und Gefühle waren für mich einfach übertrieben und nicht nachvollziehbar.

Aber die Geschichte hatte natürlich auch ihre guten Seiten. Die Geschichte an und für sich war interessant. Ich wollte wissen, wie Maddie sich entscheidet, was ihr Vater davon hält und wie sie das alles durchziehen will. Ich wollte wissen, was aus ihr und Justin wird. Ob sie mit der neuen Situation klar kommt. Was sie bereit ist zu opfern. Zwischendurch hatte Maddie auch echt kluge Gedankengänge. Sie war mir nicht gänzlich unsympathisch, mir einfach nur etwas zu kindisch. Ich wollte wissen, ob all meine Fragen in den weiteren Bänden geklärt werden, wie es weiter geht.

Kurz und knapp:

Das Buch war okay, man muss es nicht unbedingt lesen. Maddie war mir oft zu kindisch und die Szenen wo sie und Justin sich nah kommen einfach übertrieben. Dennoch mochte ich Maddie und Justin. Ich wollte wissen, wie es weiter geht. Wie viel Maddie bereit ist zu opfern und wie das mit ihr und Justin ausgeht. Ich wollte das Abenteuer mit erleben. Aber auf die „Welt“ wurde mir allgemein zu wenig eingegangen. Im Bezug auf gewisse Dinge wie z. B. das Dating hatte ich, nach Beenden des Buches, immer noch fragen. Aber es sind ja drei Bände, daher fand ich das in Ordnung, wer weiß, was noch kommt.

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