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Juli 28

Die Brut von Ezekiel Boone [Rezension/Werbung]

©Fischer

Genre: Thriller
Seitenanzahl: 395
Reihe: 1 von 3
Preis: 9,99€ [D] 10,30€ [A] (Taschenbuch)
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 16.4.2018










Inhalt:

Etwas lebt. Und es vermehrt sich rasend schnell.
Am Amazonas stirbt eine Wandergruppe. Kurz zuvor war ein merkwürdiges Summgeräusch zu hören. In Indien schnellen die Seismographen in die Höhe, doch es folgt kein Erdbeben. In China wird eine Atombombe gezündet. Angeblich versehentlich. In Minneapolis stürzt ein Flugzeug vom Himmel. Im Wrack findet Agent Mike Rich eine verbrannte Leiche aus der etwas Schwarzes kriecht. Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine FedEx-Sendung. Ein mysteriöser Fund von den Nazca-Linien.©Fischer

Meine Meinung

Wir steigen mit dem ersten Kapitel direkt rasant in die Geschichte, es ist sofort spannend und wir „lernen“ diese Bedrohungen kennen. Doch nach dem ersten Kapitel flaut das ganze ab, wir lernen einige Personen und Orte kennen, die Beziehungen gewisser Personen zueinander. So wirklich Spannung kommt leider wieder erst in der Mitte des Buches auf. Eventuell lag es aber auch daran, dass ich bereits wusste, was die Bedrohung ist und mich somit diese kleinen Schritte eher gelangweilt haben, weil ich bereits wusste, was Sache ist.

Dadurch das wir so viele Personen/Orte/Handlungen haben bekommen wir oft Dinge doppelt und dreifach erzählt, zwar nicht immer in derselben Ausführlichkeit, aber das ist dann schon nervig, wenn man immer und immer wieder dasselbe liest. Denn ich als Leser weiß ja bereits das dieses Ereignis gerade stattgefunden hat, die Person bekommt die Info zwar gerade erst, aber es dann immer und immer wieder durchkauen müssen von drei unterschiedlichen Personen ist schon sehr anstrengend. Es war aber eventuell nötig, um die Gedanken und damit die Entscheidungen der Personen zu erklären.

Die Idee ist so an sich sicher nichts neues, aber meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt. Wir tasten uns langsam an das Problem heran und entdecken es mit den Personen gemeinsam. Wir sind an den unterschiedlichsten Orten mit den unterschiedlichsten Personen und das gibt dem ganzen einen gewissen Kick. Wir erfahren von „normalen“ Leute aus London, wie es dort gerade ist, dann sind wir mit einem Wissenschaftler in den USA und so weiter. Wir erleben also auf der ganzen Welt, was gerade Sache ist und wie man dort damit umgeht, wie gewisse Personen damit umgehen, wie das Militär das macht bzw. was die machen. Der Autor hat sich hier schon was überlegt und bestimmt sehr viel Recherchearbeit geleistet. Das meiste ist auch sehr leicht verständlich und absolut nicht schwer zu verstehen, für einen Leien der keine Ahnung von Wissenschaft oder so hat. Doch gewisse Dinge sind ein wenig „kompliziert“ beschrieben oder werden fast gar nicht beschrieben, so das ich ein-zwei Phänomene erst googeln musste, bevor ich etwas damit anfangen konnte.

Etwas „verwirrend“ sind die Zeitsprünge, die wir machen. Oft ist es so das ein Erlebnis passiert und wir am selben Tag aus drei verschiedenen Perspektiven dasselbe erleben, aber eben nicht chronologisch. Also Person A weiß etwas und ruft Person B an, sie reden miteinander und dann haben wir einen Wechsel zu Person B, die ist aber am Anfang des Kapitels Zuhause, macht sich fertig, fährt in die Arbeit und telefoniert erst dann mit Person A. Das verwirrt mich hin und wieder ein wenig, weil das Ereignis für mich bereits passiert ist und nie so 100 % ersichtlich ist, in welcher Zeit wir uns mit welcher Person bewegen, das wird erst dann klar, wenn gewisse Ereignisse zur Sprache kommen. Aber die Zeitsprünge/Verzögerungen sind sie sehr groß, also es geht hier nicht um mehrere Wochen/Tage.

Wir verfolgen hier sehr viele Personen und Orte, das kann zu Verwirrung führen, weil Personen oft 50 Seiten nicht erwähnt werden und dann plötzlich wieder da sind. Es gibt eine kleine Gruppe an Personen, denen wir regelmäßig folgen, das sind 3 oder 4, da behält man sehr gut den Überblick und weiß worum es geht, bei den anderen die wir immer nur kurz sehen oder oft mehrere Seiten gar nicht, ist es dann oft nicht so einfach, zu wissen worum es denn genau geht. (Das wird nur passieren, wenn man das Buch „länger“ liest, also nicht in ein oder zwei Tagen.)

Aber ich verfolge die Geschehnisse gerne und fieber mit unseren Figuren mit, rätsel ein bisschen mit, ekel mich und habe ein klein wenig Angst. Die Geschichte ist packend, ich wollte immer wissen was denn nun passiert, wie es bei Person X weiter geht oder was Person Y jetzt plant. Für mich waren es hauptsächlich die Figuren, die es spannend machten, da ich ja schon wusste, was für eine Art Bedrohung wir haben. Natürlich waren Personen dabei, die unsympathisch sind, andere sind sympathischer, aber das ist völlig okay und normal (wahrscheinlich auch gewollt), bei so vielen Handlungssträngen.

Am Schreibstil habe ich nichts auszusetzen, aber auch nichts was mir besonders aufgefallen wäre in diesem Band. Die Sätze sind flüssig und ich stolper über keinen Satzbau, lediglich über einzelne Wörter, weil sie nicht im normalen Sprachgebrauch sind, sondern eher wissenschaftlich.

Kurz und Knapp:

DDa ich bereits wusste, was die Bedrohung ist, war die erste Hälfte recht langweilig für mich und wurde nur doch die verschiedenen Personen spannend. Dennoch glaube ich das, wenn man nicht weiß, worum es geht, oder nicht direkt weiß, wovon die Rede ist, kann auch die erste hälfte des Buches spannend sein. Wir verfolgen viele Personen gleichzeitig, das kann zu Verwirrung führen, denn wir folgen ihnen oft mehrere Seiten nicht und dann tauchen sie plötzlich wieder auf. Oft werden uns Dinge dreimal erzählt, weil Person A es Person B erzählt und wir das aus beiden Sichten mitbekommen, dies ist aber sicher nötig, um durch die Gedanken/Umstände/usw. die (späteren) Handlungen zu begründen. Auch kleine Zeitsprünge sorgen für etwas Verwirrung, da wir nie wissen, ob bei dieser Figur das Ereignis bereits passiert ist oder erst passieren wird. Trotz allem hat mir das Buch gut gefallen und ich habe es gerne gelesen. Es war spannend, packend, gruselig und ich habe mich geekelt.

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VeröffentlichtJuli 28, 2020 von Sabine in Kategorie "Rezension", "Thriller

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