Der Kinderdieb von Brom [Rezension/Werbung]




Genre: Fantasy, Jugendbuch
Seitenanzahl: 648
Preis: anscheinend nur mehr gebraucht zu bekommen
Erscheinungsdatum: 15.2.2010
Verlag: Knaur

Inhalt:

Peter streift nachts durch die Straßen von New York, um Kinder und Jugendliche zu retten, die dringend seine Hilfe brauchen. Er bietet ihnen an, mit ihm durch den Nebel zu gehen und mit ihm und anderen Kindern auf Avalon zu leben. Wo sie nie erwachsen werden und es keine Erwachsenen gibt. Peter trifft auf Nick, der ganz dringend seine Hilfe braucht, weil er wirklich Mist gebaut hat und nicht mehr weiß, wo er hinsoll. Nick geht mit dem fremden Jungen mit nach Avalon, doch was ihn dort erwartet, ist alles andere als ein Paradies. Das Land liegt im Sterben und Nick muss Peter und vielen anderen Kindern helfen, das Land zu retten.

Meine Meinung:

Eine gelungene Peter-Pan-Adaption, vermutlich sogar die wahre Geschichte hinter dem Märchen. Der Autor hat ein kleines Meisterwerk im Peter-Pan-Universum geschrieben.

Am Anfang möchte ich kurz erwähnen, dass das Buch illustriert ist und die Bilder wunderschön sind. An jedem Kapitelanfang befindet sich eine kleine Zeichnung, die vom Autor selbst gezeichnet wurde. Außerdem befinden sich in meiner Ausgabe in der Mitte sogar farbige Abbildungen wichtiger Figuren. Ich hatte nur ein ganz ein kleines Problem mit den Zeichnungen, ich konnte sie oft erst später zuordnen, was das darstellen soll. Ich habe nach dem lesen noch mal alle Zeichnungen angesehen und gemerkt, dass ich sie jetzt besser verstehe als während des Lesens.

Trotz der Bilder hatte ich einige Charaktere völlig anders im Kopf. Gerade Peter habe ich mir die ganze Geschichte über anders vorgestellt, als es auf den Zeichnungen oder am Cover zu sehen ist.

Der Anfang hat sich gezogen, es hat ewig gedauert, bis das Buch mal in Fahrt kam und wir endlich die Welt von Avalon kennenlernen. Außerdem hatte ich etliche Fragezeichen im Kopf, weil immer mal wieder Begriffe in den Raum geschmissen wurden, die aber nicht direkt erklärt wurden. Die ersten 100-200 Seiten hatte ich wirklich meine Probleme mit der Geschichte, doch danach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Ab einem gewissen Punkt wird die Sache spannend, denn da klären sich die ersten Fragen, es wird spannend und ich habe endlich verstanden, was in etwa mir Brom mit dieser Geschichte erzählen möchte. Ich habe Seite um Seite, Kapitel um Kapitel gelesen, ohne zu merken, wie die Zeit verflog und das ich schon lange im Bett sein sollte. Das Buch hat mich so in den Bann genommen, das ich von meiner Außenwelt nichts mehr mitbekam. Ich war mit Nick, Peter und all den anderen in Avalon.

Die Atmosphäre in Avalon ist schon sehr düster, beklemmend, beängstigend. Dadurch das dieses Land im Sterben liegt und man das dem Land auch ansieht, schafft das schon mal eine gewisse Atmosphäre. Dann all diesen „Wesen“, denen mal lieber nichts begegnen sollte, das ist beängstigend. Nie weiß man, ob man sicher ist oder im nächsten Moment kämpfen muss. Das hat dann die perfekte Atmosphäre geschaffen, wenn man mit den Figuren in Avalon war, mitgefühlt und mitgefiebert hat. Der Autor musste also nicht mehr viel machen, um eine Szene wirklich so zu schreiben, dass ich Gänsehaut bekam oder mich mal kurz schütteln musste.

Die Charaktere waren für mich verdammt greifbar und echt, sehr Facetten reich. Ich habe mitgefühlt, mitgefiebert, innerlich geschrien, wenn etwas passiert ist. Dabei war mir das gar nicht klar, dass ich so an den Charakteren hing. Das war so unterbewusst, dass ich es erst merkte, als ich bei einer gewissen Szene am liebsten laut „NEEEIN“ schreien wollte. Der Autor hat es geschafft, dass meine Sicht über die Charaktere sich ständig geändert hat, je nach dem, was ich gerade erfahren habe. Es war nervenaufreibend und eine Achterbahn. Von der einen auf der anderen Sekunde habe ich eine Figur aus tiefsten Herzen hassen können, obwohl ich sie davor geliebt habe. Doch das konnte auch ganz schnell wieder anders rum sein. Ich wusste nicht mehr, wem ich was glauben sollte, wer hier die Wahrheit verdreht und wer noch bei Verstand ist.

ABER ACHTUNG! Brom ist in seinem Werk sehr brutal und nimmt kein Platt vor den Mund. Es fließt jede Menge Blut, Kampfszenen werden genau beschrieben und so weiter.

Kurz und Knapp

Der Autor hat ein kleines Meisterwerk im Peter-Pan-Universum geschrieben. Der Anfang hat sich gezogen und ich musste mich fast schon durchquälen, doch es hat sich gelohnt! Sobald ich in Avalon ankam und die ersten Eindrücke bekommen habe, war ich gefesselt. Ich bin in diesem Buch versunken. Die Charaktere sind mir an Herz gewachsen und ich habe mitgefühlt mit gefiebert und habe mit ihnen diesen Gefahren ins Auge geblickt.

Leider waren die ersten 100-200 Seiten so nichts sagen, einfach nur verwirrend und schon fast zäh, das ich dem Buch keine 5 Sterne geben kann.

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