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April 24

Alles, was du suchst von Marie Force [Rezension/Werbung]

©S.Fischer Verlag



Genre: (Liebes)Roman
Seitenanzahl: 480
Reihe: Band 1 von 11 (Momentan) Preis: 9,99€ [D] & 10,30€ [A] (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 22.09.2016
Verlag: S.Fischer Verlag







Inhalt:

Cameron bekommt von Lincoln Abbott einen sehr wichtigen Auftrag, der ihre Webdesignfirma retten wird. Sie soll eine Website für den Green Mountain Country Store entwerfen. Weil der Auftrag so wichtig ist, fährt sie selbst nach Vermont. Doch bevor sie überhaupt ankommt, geht schon alles schief. Sie hat einen Unfall mit dem Dorfelch Fred, ihre neuen teuren Stiefel kann sie schmeißen und das neue Auto ist ein Totalschaden. Zum Glück rettet sie Will Abbott, doch der will gar nichts von ihr und der Website wissen, denn er und alle anderen Geschwister sind dagegen. Trotzdem können Cameron und Will das verlangen, das sie für einander verspüren, nicht leugnen – die beiden verbringen eine leidenschaftliche Nacht miteinander. Doch beide wissen das da mehr ist als nur Sex. Kann diese Liebe zwischen zwei so unterschiedlichen Menschen funktionieren?

Meine Meinung:

Ich habe direkt zu Anfang überlegt, ob ich dieses Buch abbrechen soll, denn ich habe schon im ersten Kapitel die Augen verdreht und mich gefragt, was das soll. Cameron und Will kennen sich keine 10 Minuten und schon wollen sie sich gegenseitig bespringen. Auch die Beschreibungen der Autorin fand ich etwas fragwürdig. Mir hätte es wahrscheinlich besser gefallen, wenn das erst etwas später gekommen wäre. Wenn auch ich als Leser ein Gefühl dafür bekommen hätte und das Prickeln zwischen den beiden gemerkt hätte. Ich habe mich aber entschlossen, weiter zu lesen und es wird besser, dafür folgten andere Dinge, die mich mit den Augen rollen ließen. Ich habe dann an einem Abend fast die hälfte des Buches gelesen. Es ist leicht und flüssig geschrieben, man muss über nicht nachdenken. Das ist so ein typisch locker leichter Liebesroman.

Diese ewigen Gelüste auf Sex werden durch sehr vielen sehr expliziten Szenen ersetzt. Hätte es in meinen Augen nicht gebraucht. Hätte die Autorin hier 1-2 Szenen sehr genau beschrieben, hätte das gereicht. Ich persönlich brauch keinen halben Porno in einem Buch. Schon gar nicht, wenn ich nicht damit rechne. Außerdem ging mir das Prinzip des „Liebe auf den ersten Blick“ ein wenig auf die Nerven. Ich kann jemand auf den ersten Blick sympathisch finden, mögen, nicht mögen, skeptisch gegen über der Person sein. Aber in meinen Augen kann man sich nicht in eine Person verlieben, die man nicht kennt. Wenn man dann ein wenig miteinander gesprochen hat und ein, zwei Dinge weiß, dann ist das in Ordnung. Dazu kam das man von beiden Seiten immer wieder dasselbe mitbekommt. „Ich war noch nie so verliebt.“ „Die Augen sind soo wunderschön“ und so weiter.

Es gab auch einige Momente, die mir einfach sauer aufgestoßen sind, ich nenne hier nur ein Beispiel: Cameron denkt an nichts anderes mehr als Sex mit Will zu haben. Hat dann aber Panik, mit ihm nachts ins Auto zu steigen. Wo ist denn da die Logik? Mal ganz davon abgesehen, dass es nicht das erste Mal ist, das die beiden m N gemeinsam im Auto sitzen. Ich habe das einfach nicht verstanden. Woher und warum hatte Cameron so Ur plötzlich diesen Gedanken? Es gab mehr so Momente, wo ich mich gefragt habe, was das für einen logischen Sinn hat oder was die Autorin hiermit bezwecken wollte.

Aber mal ganz abgesehen von all dem, ich fand die Geschichte drum herum, also alles, was mit ihrem Auftrag und der Familie zu tun hatte echt gut. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Die ganze Familie wirkt so offen und herzlich. Ich habe mich mit Cameron in die Abbotts verliebt und zwar in alle. Einige Familienmitglieder blieben in diesem Band noch sehr blass und hatten wenig Raum, doch ich hoffe, dass sich das in den folgenden Bänden ändert und ich die Abbotts besser kennenlernen darf und mich weiter in sie verlieben kann. Diese Problematik bezüglich der unterschiedlichen Welten und der weiten Entfernung zu einander, wird auch sehr schön beschrieben. Es wurde kein allzu großes Drama daraus gemacht, wie man das ist, so kennt, sondern es schwang nebenbei mit. Es wurde an den passenden Stellen eingefügt.

Auch diese Kleinstadt Butler hat mir ein ganz besonderes Gefühl gegeben. Ich würde gerne sofort dorthin und mir all das selbst vor Ort anschauen, leider existiert Butler aber nicht. Die Atmosphäre in dieser Kleinstadt ist etwas ganz besonders, genauso wie all die Bewohner und Geschäfte. Hier scheint jeder jeden zu kennen und jeder hilft jedem. Man bekommt immer Unterstützung und es fühlte sich beim Lesen so heimisch an. So als wäre das ein Ort, an dem ich gerne leben würde.

Kurz und Knap:

Schon am Anfang habe ich überlegt, ob ich dieses Buch abbrechen soll, zum einen haben wir hier eine „Liebe auf den ersten Blick“ und zum anderen denken beide nur an Sex miteinander. Ich habe aber weiter gelesen und es nicht bereut. Die Gelüste wurden dann durch sehr expliziten Szenen ersetzt, was in meinen Augen ein wenig zu viel war. Trotzdem hat mich dieses Buch abholen können. Die Kleinstadt Butler, die hier von der Autorin beschreiben wird, klingt so heimisch. Die ganze Abbott Familie ist einfach zum knuddeln, ich habe mich mit Cameron in diese Familie verliebt und freue mich in den weiteren Bänden diese Familie besser kennenzulernen. Für zwischendurch ist das Buch ganz nett.


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VeröffentlichtApril 24, 2021 von Sabine in Kategorie "Uncategorized

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